Leckagendiagnose an WärmetauschernBei Bedarf nehmen wir ohne Demontage eine Leckagendiagnose vor. Hierbei wird zuverlässig geklärt, ob es in der Anlage Platten mit Rissen oder Löchern gibt, die einen Kontakt beider Medien bewirken.

Nach Ablassen der Flüssigkeiten füllen wir die eine Seite mit Formiergas auf, das einen sicheren Anteil an Wasserstoff enthält.

Auf der anderen Seite messen wir mit einem Hochempfindlichkeits-Gasanalysator die Wasserstoffkonzentration (Sensibilität des Instruments 0,5 ppm).

Wegen der kleinen Abmessungen und der Schnelligkeit der Wasserstoffmoleküle bzw. der hohen Empfindlichkeit des Instruments lassen sich Haarrisse und Lochfraß bereits im Anfangsstadium nachweisen, was mit anderen Methoden (z.B. Druckprobe mit Wasser, Penetrationsprüfung usw.) in diesem Stadium noch nicht möglich ist.

Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sich ein Verschleiß der Platten bereits feststellen lässt, noch bevor größere Moleküle (z.B. Wasser oder die Bestandteile von Milch und Bier) auf die andere Seite gelangen können.

Durch regelmäßige, z.B. jährliche Diagnose kann der Anlagenzustand gut verfolgt werden, Wartungen lassen sich planen und Kontaminationen vermeiden. Die herkömmliche Ansicht, dass sich in Pasteuren das Eindringen von Verunreinigungen oder Kontaminationen in das pasteurisierte Produkt nur durch einen höheren Druck der pasteurisierten Seite verhindern ließe, ist nach neuerlichen Untersuchungen unzutreffend.

Namhafte Fachstudien belegen, dass im Falle von Rissen/Löchern ein Massetransport infolge des Osmosedrucks auch gegen den Druckgradient erfolgen kann. (Quelle: Raimund Kalinowski, Zeitschrift Brauindustrie Nr. 08/2007)

 

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